Migrant/innen fordern Ausschaffungsstopp für in der Schweiz Aufgewachsene

Migrantinnen und Migranten vor dem Bundeshaus

Die Unia hat zusammen mit Migrant/innenorganisationen eine Resolution an Nationalratspräsident Stéphane Rossini übergeben. Darin fordern sie ein Verbot für Ausschaffungen von Menschen, die in der Schweiz aufgewachsen sind oder hier ihren Lebensmittelpunkt haben.

Anlässlich der Debatte im Nationalrat über die Umsetzung der Ausschaffungsinitiative hat die Unia zusammen mit anderen Migrant/innenorganisationen eine Resolution gegen die Ausschaffung von in der Schweiz aufgewachsenen Menschen an den Nationalratspräsidenten überreicht. Die Resolution ist ein Ergebnis des von der Unia mitorganisierten Kongresses der Migrant/innen und Menschen mit Migrationshintergrund am 7. Februar in Bern.

Keine Ausschaffung von hier verankerten Menschen

Die Forderung ist klar: Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt in der Schweiz haben, dürfen nicht ausgeschafft werden. Es ist nicht mit grundlegenden Menschenrechten vereinbar, jemanden des Landes zu verweisen, der seine Familie und sozialen Kontakte in der Schweiz hat.

Breite Bewegung der Migrant/innen

Neben der Resolution überreichten die Aktivist/innen dem Nationalratspräsidenten weitere Forderungen des Migrant/innenkongresses sowie das Manifest der Bewegung. Darin bezeichnen sie die Schweiz als ein „von Migration geprägtes Land“ und verlangen gleiche Rechte für Migrant/innen. Unterstützt wurde die Aktion von mehreren Nationalrät/innen, welche die Übergabe begleiteten.