GAV MEM 2018

Industrie-Demo in Bern 2012

Was ist der GAV MEM?

Der Gesamtarbeitsvertrag für die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (GAV MEM) gilt für fast 100‘000 Beschäftigte und über 500 Unternehmen der MEM-Industrie.

Er regelt die Lohn- und Arbeitsbedingungen sowie die Sozialleistungen der Beschäftigten. Seine Ursprünge reichen bis ins Jahr 1937 (Friedensabkommen) zurück. 2013 konnte die Unia erstmals verbindliche Mindestlöhne im GAV verankern – ein historischer Durchbruch!

Im GAV sind zudem die Mitwirkungsrechte im Betrieb festgeschrieben. Er wird regelmässig zwischen Gewerkschaften und dem Arbeitgeberverband Swissmem neu verhandelt. So auch im Jahr 2018, denn der aktuell gültige GAV läuft am 30. Juni 2018 aus.

Hintergrund

Die Unia und ihre Vorgängerorganisationen haben eine lange Geschichte in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM). Die Unia organisiert und vertritt Beschäftigte aus allen Bereichen der MEM-Industrie wie Produktion, Forschung und Entwicklung, IT, Marketing und Kommunikation, Verkauf, Administration usw.

Engagement lohnt sich

Dabei haben die Unia und ihre Vorgängerorganisationen einiges erreicht:

  • eine betriebliche Altersvorsorge (1969)
  • die 40-Stunden-Woche (1983)
  • ein Mutterschaftsurlaub (1993)
  • die Schaffung einer paritätischen Kommission zur Bekämpfung von Lohndumping (2004)

2013: Endlich Mindestlöhne

Der heute gültige GAV von 2013 brachte einen weiteren Durchbruch: Erstmals wurden in einem MEM-GAV Mindestlöhne verankert.

Mit Blick auf aktuelle Herausforderungen wie die Digitalisierung und die Notwendigkeit für den ökosozialen Umbau der Wirtschaft geht es nun darum, die Zukunft der Arbeit mit den Mitteln des GAV weiterhin zu gestalten.

Deshalb setzt sich die Unia auch in den Verhandlungen über den neuen GAV MEM 2018 für Verbesserungen für die Arbeitnehmenden ein.