Was ist der GAV MEM?

Mann und Maschine

Der Gesamtarbeitsvertrag für die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (GAV MEM) gilt für fast 100‘000 Beschäftigte und über 500 Unternehmen der MEM-Industrie.

Er regelt die Lohn- und Arbeitsbedingungen sowie die Sozialleistungen der Beschäftigten. Seine Ursprünge reichen bis ins Jahr 1937 (Friedensabkommen) zurück. 2013 konnte die Unia erstmals verbindliche Mindestlöhne im GAV verankern – ein historischer Durchbruch! In den Verhandlungen 2018 gelang es, die Mindestlöhne mit einem Teuerungsausgleich zu versehen.

Im GAV sind zudem die Mitwirkungsrechte im Betrieb festgeschrieben. Er wird regelmässig zwischen Gewerkschaften und dem Arbeitgeberverband Swissmem neu verhandelt. Die Unia setzt sich dafür ein, dass die Arbeitsbedingungen der Angestellten in der MEM-Industrie stetig verbessert werden – dies ist auch in den Verhandlungen 2018 gelungen.

Hintergrund

Die Unia und ihre Vorgängerorganisationen haben eine lange Geschichte in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM). Die Unia organisiert und vertritt Beschäftigte aus allen Bereichen der MEM-Industrie wie Produktion, Forschung und Entwicklung, IT, Marketing und Kommunikation, Verkauf, Administration usw.

Engagement lohnt sich

Dabei haben die Unia und ihre Vorgängerorganisationen einiges erreicht:

  • eine betriebliche Altersvorsorge (1969)
  • die 40-Stunden-Woche (1983)
  • ein Mutterschaftsurlaub (1993)
  • die Schaffung einer paritätischen Kommission zur Bekämpfung von Lohndumping (2004)
  • die Einführung von Mindestlöhnen (2013)

GAV MEM 2018: weitere Verbesserungen

Der GAV MEM 2018, der voraussichtlich am 1. Juli 2018 in Kraft tritt, bringt weitere Fortschritte für die Beschäftigten:

  • einen automatischen Teuerungsausgleich
  • eine Ausbildungsoffensive angesichts der Herausforderungen der Digitalisierung
  • Massnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • einen besseren Schutz für ältere Arbeitnehmer/innen