Frankenstärke: Massnahmenpaket für Stadler Rail

Unia-GL-Mitglied Corrado Pardini: «Gegenleistungen und Garantien für die Beschäftigten»

Die Firma Stadler Rail und die Unia haben sich auf Massnahmen zur Abfederung der Frankenkrise geeinigt: Die Arbeitszeit wird befristet verlängert, die Beschäftigten erhalten als Gegenleistung einen Kündigungs- und Lohnschutz.

Die Stadler Rail von Ex-Nationalrat Peter Spuhler spürt die Folgen des unsinnigen Nationalbank-Entscheids, die Frankenuntergrenze zum Euro aufzuheben. Die Firma hat deshalb mit der Unia Kontakt aufgenommen, um eine Lösung zu suchen. Gestern wurde sie unterzeichnet. Sie enthält folgende Abmachungen. Die Arbeitszeit wird von derzeit 40 auf 42.5 Stunden (netto) verlängert. Dafür erhalten die rund 3000 Beschäftigten die Garantie, dass während der Dauer der Massnahme keine Kündigungen ausgesprochen werden und die Löhne nicht gekürzt werden. Das Massnahmenpaket ist bis Ende Jahr befristet, alle drei Monate überprüfen die Sozialpartner die Massnahmen und die wirtschaftliche Situation.

Leistungen und Gegenleistungen

„Natürlich hat niemand Freude, länger zu arbeiten“, kommentiert Unia-Industriechef Corrado Pardini das Massnahmenpaket. „Aber die Beschäftigten erkennen, dass wir konkrete Gegenleistungen und Garantien für sie herausgeholt haben.“