Subito-Initiative

Die Lohngleichheit von Mann und Frau steht seit über 35 Jahren in der Verfassung und seit mehr als 20 Jahren im Gleichstellungsgesetz. Dennoch verdienen die Frauen in der Schweiz rund einen Fünftel weniger als die Männer. «Weibliche» Arbeit wird zudem schlechter bezahlt – oder gar nicht (z.B. Care Arbeit zu Hause). All das wirkt sich aus auf die Renten der Frauen.

Gigantischer Lohnklau an Frauen

Der gigantische Lohnklau an Frauen ist seit Jahrzehnten bekannt – doch geändert hat sich kaum etwas. Die Lohngleichheit ist nach dem Frauenstimmrecht die wichtigste und älteste Forderung der Frauen. Seit Generationen gehen Frauen gegen diese Ungerechtigkeit auf die Strasse, wie am 8. und 18. März 2017.

Der Bundesrat wird – nicht zuletzt auf Druck der Unia – das Gleichstellungsgesetz revidieren. Doch sein Vorschlag packt die Probleme nicht wirklich an.

Offensives Projekt fällig: Subito-Initiative

In Sachen Lohngleichheit muss zwingend und sofort etwas geschehen. Die Unia-Delegierten gehen in die Offensive und wollen eine Volksinitiative zur Umsetzung der Lohngleichheit – die «Subito-Initiative» – lancieren. Das haben sie an der Delegiertenversammlung vom 18. März 2017 beschlossen. Bis im November soll in Zusammenarbeit mit dem SGB ein Vorschlag für eine Volksinitiative ausgearbeitet werden, die dann 2018 mit anderen Gewerkschaften, Frauenorganisationen und Parteien lanciert werden kann.

Broschüre «Wie Frauen sich wehren können»