Konflikt bei Smood: Nach Yverdon streikt jetzt auch das Personal in Neuenburg

Die von der Unia unterstützten Angestellten von Smood (Hauslieferdienst für Mahlzeiten) in Neuenburg haben sich heute dem Streik ihrer Waadtländer Kolleginnen und Kollegen angeschlossen. Anlässlich einer Aktion im Stadtzentrum von Neuenburg prangerten sie erhebliche Planungsprobleme und fehlerhafte Lohnabrechnungen an. Die Beschäftigten in Yverdon setzen ihrerseits den am Dienstagabend begonnenen Streik fort.

Die Angestellten von Smood in Neuenburg sind heute mit Unterstützung der Unia in den Streik getreten. Sie schliessen sich damit ihren Kolleginnen und Kollegen in Yverdon (VD) an, die seit Dienstag für eine korrekte Abrechnung ihrer Arbeitszeiten, Spesen, Trinkgeldern und Ferien sowie für Verbesserungen bei der Arbeitsplanung und beim Krankentaggeld kämpfen. Die Streikenden versammelten sich heute Abend im Zentrum von Neuenburg zu einer Protestkundgebung.

Problematische Planung und Löhne

Im Einzelnen fordern die Mitarbeiter von Smood Neuchâtel:

  • Eine Arbeitsplanung, die auf die Bedürfnisse der Angestellten Rücksicht nimmt.
  • Eine korrekte Abrechnung der effektiv geleisteten Arbeitszeit und eine gerechte Verteilung der Trinkgelder.
  • Die Rücknahme missbräuchlich ausgesprochener Sanktionen.
  • Taggelder bei Krankheit und Unfall wie es das Gesetz vorsieht.
  • Entschädigungen für effektiv angefallene Spesen (Telefon-, Transport- und Arbeitskleidungskosten).
  • Die Einhaltung des kantonalen Mindestlohnes (25 Franken pro Stunde, zuzüglich 25% für Nachtarbeit und 150% für Sonntagsarbeit).

Smood versucht, Streikbrecher zu engagieren

Bis heute verweigert die Geschäftsleitung von Smood jegliche Diskussion mit der Unia und dem betroffenen Personal, sei es in Neuenburg oder in Yverdon. Schlimmer noch: Die Unternehmensleitung versucht Zusteller*innen aus anderen Regionen sowie Temporärmitarbeitende nach Yverdon zu versetzten und so den legitimen Streik zu brechen.

Unia erwartet, dass die Geschäftsführung von Smood diese illegalen Handlungen sofort beendet. Statt weiteren Eskalationen braucht es nun endlich einen Dialog mit dem Personal und dem von ihnen mandatierten Gewerkschaft. Gleichzeitig muss Migros, als strategischer und grösster Partner von Smood, letzteren zur Raison und an den Verhandlungstisch bringen.