Unia-Aktivist:innen vor dem Bundeshaus in Bern halten drei übergrosse Münzen mit Helvetia und der Aufschrift «Stopp Lohnsenkungen per Gesetz» in den Landessprachen.

Referendum gegen Lohn-Angriff

Das Parlament will per Gesetz Mindestlöhne aushebeln. Zehntausende Beschäftigte wären betroffen. Gemeinsam können wir das verhindern. Unterschreibe jetzt das Referendum!

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… von 25'000 Unterschriftenbögen bestellt.

Gemeinsam stoppen wir den Lohn-Angriff!

Ja, ich unterschreibe das Referendum! Schickt mir den Unterschriftenbogen zu.

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Worum geht's?

Am 19. Juni hat das Parlament ein nationales Gesetz beschlossen, das kantonale und städtische Mindestlöhne aushebelt. Die Folgen sind drastisch: Zehntausenden Menschen drohen Lohnverluste. Betroffen sind ausgerechnet jene, die schon heute wenig verdienen – etwa Serviceangestellte, Coiffeusen und Coiffeure oder Verkäufer:innen in Bäckereien.

Das dürfen wir nicht zulassen. Unterschreibe jetzt das Referendum.

Mehr Details zum Gesetz findest du hier.

« Armut trotz Arbeit ist ein Skandal – besonders in einem reichen Land wie der Schweiz. »

Unia-Präsidentin Vania Alleva

Ein Angriff auf demokratische Entscheide

Bis heute haben fünf Kantone einen Mindestlohn eingeführt. Mit Luzern gibt es seit Anfang 2026 auch einen ersten städtischen Mindestlohn. Erst kürzlich hat das Bundesgericht zudem grünes Licht gegeben für Mindestlöhne in den Städten Zürich und Winterthur. 

Diese Mindestlöhne wurden demokratisch beschlossen – vom Volk an der Urne. Das neue Gesetz hebelt sie wieder aus. Tausende Menschen geraten trotz Vollzeitjob in finanzielle Schwierigkeiten. Das dürfen wir nicht zulassen!

So viel Lohn geht verloren

  • Service-Mitarbeiter:in in Zürich: -300 Franken/Monat
  • Coiffeuse in Genf: -135 Franken/Monat
  • Bäckerei-Verkäufer:in in Luzern: -170 Franken/Monat

Gemeinsam können wir das verhindern

Dafür brauchen wir dich: Bestell den Unterschriftenbogen, unterschreibe das Referendum und sammle Unterschriften in deinem Umfeld. Jede Stimme zählt! 

Jetzt geht es um alles! Sichern wir gemeinsam die Mindestlöhne.

Das Wichtigste auf einen Blick:

Das neue Tieflohn-Gesetz greift kantonale und städtische Mindestlöhne direkt an. Künftig sollen sie für viele Beschäftigte nicht mehr gelten – nämlich dort, wo es allgemeinverbindliche Gesamtarbeitsverträge (GAV) gibt.

Das gilt selbst dann, wenn Kantone oder Städte höhere Mindestlöhne beschlossen haben.

Betroffen sind Zehntausende Menschen, die jeden Tag hart arbeiten – zum Beispiel im Service, in der Reinigung, im Coiffeurgewerbe oder im Personalverleih.

Kaufkraft-Verlust: Löhne werden eingefroren

Wo gesetzliche Mindestlöhne bereits eingeführt sind, bleiben sie zwar bestehen – aber sie werden für bestimmte Branchen nicht mehr an die Teuerung angepasst. Das heisst: Die Preise steigen, die Löhne bleiben gleich, die Kaufkraft sinkt.  

Eine Service-Mitarbeiterin, eine Textilreinigerin oder eine gelernte Coiffeuse verliert so alleine in den nächsten vier Jahren bis zu 135 Franken pro Monat – einfach, weil ihr Lohn eingefroren wird.

Lohnverlust: Gesetzliche Mindestlöhne werden umgangen

Dort, wo gesetzliche Mindestlöhne beschlossen, aber noch nicht eingeführt sind, können sie komplett umgangen werden – zum Beispiel in Zürich und Winterthur.

Einer ungelernten Service-Mitarbeiterin in Zürich entgehen über 300 Franken pro Monat. Einer angelernten Coiffeuse über 250 Franken, einer Reinigerin über 120 Franken.

Zehntausende Beschäftigte sind von diesem Gesetz direkt betroffen. Hinter den Zahlen stehen Menschen: Die alleinerziehende Mutter im Service, die jeden Franken zweimal umdrehen muss. Der ältere Angestellte in der Wäscherei, der trotz harter Arbeit kein finanzielles Polster hat. 

Diese Menschen verdienen Respekt, Sicherheit und einen fairen Lohn. Doch genau das wird mit diesem Gesetz untergraben.

Frauen arbeiten überdurchschnittlich häufig in Tieflohnbranchen und profitieren besonders von Mindestlöhnen. Werden diese geschwächt, trifft das vor allem sie. 

Der Lohn-Angriff ist damit auch ein Angriff auf die Gleichstellung.

Wer Vollzeit arbeitet, muss davon leben können. Doch einige Firmen setzen bewusst auf tiefe Löhne. Die Folge: Trotz Vollzeitjob sind Menschen auf Sozialhilfe angewiesen. 

Die Unternehmen drücken sich vor ihrer Verantwortung – und die Allgemeinheit zahlt die Rechnung. Gerade deshalb hat die Bevölkerung in mehreren Kantonen und Städten Mindestlöhne gesetzlich verankert. 

Diese demokratischen Entscheide will das Bundesparlament nun rückgängig machen – und Tieflöhne per Gesetz durchdrücken.

Gesetzliche Mindestlöhne schützen nicht nur einzelne Arbeitnehmende, sondern das gesamte Lohnniveau. Werden Mindestlöhne geschwächt, steigt der Druck auf alle Löhne. 

Mittelfristig drohen sinkende Löhne in ganzen Branchen. Damit ist nicht nur der Tieflohnbereich betroffen – sondern auch mittlere Einkommen.