Asbest

Stopp Asbest

Asbest heute

Asbest ist kein Thema der Vergangenheit, sondern stellt bis heute ein erstzunehmendes Gesundheitsproblem dar. Die Verwendung des gesundheitsschädigenden Materials hat in der Schweiz bis heute über 1‘800 Menschen das Leben gekostet. Und noch heute erkranken jedes Jahr rund 120 Personen schwer an den Folgen von Arbeit mit Asbest. Die Suva hat rund 870 Mio. Franken an Versicherungsleistungen für Asbestopfer erbracht (Stand 2013).

Mehr als 75% der asbestbedingten Todesfälle betreffen Branchen, in denen die Unia aktiv ist, insbesondere das Schreiner-, Elektro- und weitere Ausbaugewerbe, aber auch das Bauhauptgewerbe und den Apparate- und Maschinenbau.

Prävention

Das Engagement der Gewerkschaften gegen das gefährliche Asbest führte 1989 zum Verbot. Seither wurde vor allem bei der Prävention viel geleistet. Die von der Suva gemeinsam mit den Sozialpartnern geführte Präventionsarbeit gilt inzwischen international als beispielhaft.

Entschädigungsfonds und Care Service

Der Runde Tisch Asbest, an dem auch die Unia beteiligt war, hat im Dezember 2016 die Schaffung eines Entschädigungsfonds für Asbestopfer beschlossen. Massiv verbessert wird dabei die finanzielle Hilfe für Asbestkranke, die nicht vom Unfallversicherungsgesetz erfasst werden. Diese sollen rasch finanziell unterstützt werden.

Ausserdem wird ein Care Service für Betroffene eingerichtet. Mit diesen neuen Aufgaben wird eine Stiftung für Asbestgeschädigte beauftragt. Die Gewerkschaften sind im Stiftungsrat vertreten.

Weiterer Handlungsbedarf

Die Schaffung des Entschädigungsfonds ist ein entscheidender Meilenstein in der würdigen Bewältigung der Asbestkatastrophe. Doch es besteht weiterhin Handlungsbedarf. Die Finanzierung des Fonds muss langfristig abgesichert werden. Wichtig ist auch, dass die Präventionsmassnahmen fortgeführt und verstärkt werden.