Asbest

Stopp Asbest


Aktuell: Unia-Bericht «Asbest: seit 30 Jahren verboten, nach wie vor aktuell – Rück- und Ausblick aus gewerkschaftlicher Sicht» (PDF), Vasco Pedrina, Dario Mordasini, Christine Michel
 

Asbest heute

Asbest ist kein Thema der Vergangenheit, sondern stellt bis heute ein erstzunehmendes Gesundheitsproblem dar. Die Verwendung des gesundheitsschädigenden Materials hat in der Schweiz bisher über 2300 Menschen das Leben gekostet. Und noch heute erkranken jedes Jahr rund 120 Personen schwer an den Folgen vom Kontakt mit Asbest. Die Suva hat rund 1260 Mio. Franken an Versicherungsleistungen für Asbestopfer erbracht (Stand 2017).

Mehr als 75 Prozent der asbestbedingten Todesfälle betreffen Branchen, in denen die Unia aktiv ist, insbesondere das Schreiner-, Elektro- und weitere Ausbaugewerbe, aber auch das Bauhauptgewerbe und den Apparate- und Maschinenbau.

Entschädigungsfonds und Care Service

Der Runde Tisch Asbest, an dem auch die Unia beteiligt war, hat im Dezember 2016 einen Entschädigungsfonds für Asbestopfer beschlossen. Massiv verbessert wird dabei die finanzielle Hilfe für Asbestkranke, die nicht vom Unfallversicherungsgesetz erfasst werden. Diese sollen rasch finanziell unterstützt werden. Ausserdem wird ein Care Service für Betroffene eingerichtet. Mit diesen neuen Aufgaben wird die Stiftung Entschädigungsfonds für Asbestopfer (EFA) beauftragt. Die Gewerkschaften sind im Stiftungsrat vertreten.

Seit Juli 2017 ist der Entschädigungsfonds für Asbestopfer (EFA) in Kraft und bietet Unterstützung und psychologische Betreuung («Endlich Unterstützung für Asbestopfer», News 30.06.2017).

Prävention

Das Engagement der Gewerkschaften gegen das gefährliche Asbest führte 1990 zum Verbot. Seither wurde vor allem bei der Prävention viel geleistet. Die von der Suva gemeinsam mit den Sozialpartnern geführte Präventionsarbeit gilt inzwischen international als beispielhaft.

Weiterer Handlungsbedarf

Die Schaffung des Entschädigungsfonds ist ein entscheidender Meilenstein in der würdigen Bewältigung der Asbestkatastrophe. Doch es besteht weiterhin Handlungsbedarf. Die Finanzierung des Fonds muss langfristig abgesichert werden. Wichtig ist auch, dass die Präventionsmassnahmen fortgeführt und verstärkt werden.