Frauen wollen mehr!

«Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit» – dieser Grundsatz steht seit 1981 in der Bundesverfassung. Trotzdem werden die Frauen jährlich um 10 Milliarden Franken beschissen. Das ist ein Skandal und muss sich ändern!

Der Frauenstreik vom 14. Juni 2019 war die grösste politische Mobilisierung in der Schweiz seit dem Generalstreik vor über 100 Jahren. Der Frauenstreik war nur der Anfang. Jetzt sind die Arbeitgeber gefordert: Sie dürfen den Skandal der Lohndiskriminierung nicht mehr unter den Tisch wischen.

Die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern ist Folge direkter Diskriminierung und Ausdruck eines grossen gesellschaftlichen Missstandes. Die Lohndiskriminierung ist nicht gesetzeskonform und daher illegal; sie muss sofort unterbunden werden. Dazu müssen die Löhne in jedem Unternehmen regelmässig mit dem vom Bund entwickelten und anerkannten Instrument überprüft werden. Diese Massnahme ist seit Jahrzehnten überfällig. Das jämmerliche Versagen der Politik bedeutet aber nicht, dass sich die Unternehmen und Arbeitgeberverbände verstecken können. Der Frauenstreik hat gezeigt: Unsere Geduld ist am Ende.

Die Unia fordert darum im kommenden Lohnherbst von allen Betrieben

  • Regelmässige Lohnanalysen und Beseitigung der Lohndiskriminierung
  • Rauf mit den Frauenlöhnen: Tieflöhne unter monatlich 4000 Franken (mal 13) in «Frauenberufen» wie zum Beispiel im Detailhandel, im Gastgewerbe, in der Reinigung und in der Pflege sind inakzeptabel und müssen nach oben korrigiert werden.

Lohnrunde 2019/2020: Schluss mit Lohndiskriminierung!

Frauen leiden nicht nur unter der Lohnbremse, von denen Männer wie Frauen betroffen sind, sie werden zusätzlich beim Lohn diskriminiert. Und zwar massiv. Pro Monat verdienen sie durchschnittlich 657 Franken weniger als Männer.

Damit muss Schluss sein – das haben die Frauen am 14. Juni dieses Jahres überdeutlich gezeigt. Die skandalöse Lohndiskriminierung der Frauen erfordert bereits in der kommenden Lohnrunde konkrete Massnahmen. Mindestens 50 Franken zusätzlich für jede Frau sind ein Schritt in Richtung Lohngleichheit. In Betrieben mit besonders tiefen Frauenlöhnen fordern wir mehr. Darüber hinaus verlangen wir systematische Lohnanalysen in allen Betrieben und griffige Massnahmen, welche die Abschaffung der Lohndiskriminierung ohne weitere Verzögerungen sicherstellen. Für die Lohnrunde 2019/2020 fordert die Unia mindestens 2 Prozent mehr Lohn für alle und mindestens 50 Franken zusätzlich für alle Frauen!

Gemeinsam sind wir stärker!

Die tiefen Löhne hindern viele Frauen daran, in Würde zu leben. Das ist ein Skandal! Deshalb müssen die Löhne steigen. Kämpfen wir gemeinsam und helfen Sie uns im Kampf für faire Löhne! Gemeinsam sind wir stärker. Women want more: Frauen wollen mehr!