Mehr Engagement für Mittelmeerflüchtlinge gefordert

«Flykninger til Lampedusa» von Jonskonline - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

Die Schweiz soll künftig 10 Prozent aller Mittelmeerflüchtlinge aufnehmen. Dies fordert die Migrationskonferenz der Gewerkschaft Unia in einer Resolution vom Bundesrat.

Es genüge nicht mehr, nur Betroffenheit zu zeigen, heisst es in der verabschiedeten Resolution. Vielmehr seien nun Taten statt Worte gefordert. Während Tausende von Flüchtlingen im Meer ertrinken, streiten die europäischen Staaten über die Verteilung der Menschen auf die einzelnen Länder.

Bundesrat muss handeln

Vom Bundesrat fordert die Migrationskonferenz die Wiedereinführung des Botschaftsasyls und die schnelle und massive Erhöhung der Kontingente für besonders betroffene Gruppen von Flüchtlingen. Zudem soll die die Unterbringung syrischer Flüchtlinge in den Nachbarländern Syriens stärker finanziell unterstützten und 10% der Flüchtlinge, die im Mittelmeer gerettet werden, aufnehmen. Die Schweiz als sehr reiches Land könne sich das leisten.

Repression führt zu mehr Toten

Für die Unia-Migrationskonferenz ist klar: Migration ist nicht aufzuhalten, wenn die Menschen verzweifelt sind und vor Krieg, Hunger und Hoffnungslosigkeit fliehen. Alle Massnahmen, die die Einwanderung nach Europa zu verhindern suchen, führen hingegen zu noch gefährlicheren Fluchtwegen und noch mehr Toten.