Faktenfreie Behauptungen des Baumeisterverbands

Wegen der Babyboomer braucht es vorübergehend Massnahmen, um die Rente der Bauarbeiter mit 60 zu sichern. Doch der Baumeisterverband verweigert Verhandlungen, um die Probleme zu lösen. Nun kommt die Ankündigung der Auffangeinrichtung, ältere Bauarbeiter nicht mehr zu versichern. Das ist widerrechtlich und hat nichts mit der aktuellen Situation von FAR zu tun.

Die Stiftung für den Flexiblen Altersrücktritt im Bauhauptgewerbe (Stiftung FAR) ist eine Erfolgsgeschichte. Nun braucht es wegen der Babyboomer-Generation für eine Übergangszeit Massnahmen, um die Rente mit 60 zu sichern.

Lösungen liegen auf dem Tisch

Die Gewerkschaften haben konkrete Sanierungsvorschläge eingereicht: Nötig ist eine vorübergehende moderate Erhöhung der Beiträge von 0,5 bis 1 Prozent. Die Bauarbeiter sind bereit, sich an den Kosten zu beteiligen sowie eine Anpassung bei den Leistungen vorzunehmen. An der morgigen Sitzung des Stiftungsrates FAR werden die Gewerkschaften diese Massnahmen erneut beantragen. Sie fordern die Baumeister auf, diesen Vorschlägen zuzustimmen. Die Rente mit 60 braucht Verhandlungen und nicht billige Polemik auf dem Rücken der Bauarbeiter.

Rechtliche Schritte gegen Auffangeinrichtung

Die Gewerkschaften werden rechtlich gegen die Ankündigung der Auffangeinrichtung vorgehen. Die Auffangeinrichtung ist gesetzlich verpflichtet, älteren Arbeitnehmenden, die aus ihrer Pensionskasse ausgeschlossen werden, eine Weiterversicherungsmöglichkeit zu bieten.

Baumeister greifen nicht nur die Rente mit 60 an

Der Schweizerische Baumeisterverband greift nicht nur die Rente mit 60 an. Er will auch die Löhne der älteren Bauarbeiter senken, den Kündigungsschutz für ältere Bauarbeiter reduzieren und die Arbeitszeit auf bis zu 50 Stunden erhöhen.

Mehr Schutz statt mehr Druck

Doch die Bauarbeiter brauchen mehr Schutz und eine Begrenzung der überlangen Arbeitstage im Sommer. Sie sind auch bereit, für ihre Rechte und für ihre Würde zu kämpfen.