Gärtner/innen setzen sich für bessere Arbeitsbedingungen ein – auch ohne die Hilfe von James Bond

Was macht James Bond in Zürich: Aktion der Gärtner/innen für faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen in der grünen Branche

Mit einer spektakulären Aktion haben Gärtnerinnen und Gärtner in Zürich auf die tiefen Löhne und schlechten Arbeitsbedingungen in ihrer Branche aufmerksam gemacht. Gemeinsam werden sie für die Zukunft des Gartenbaus kämpfen – und sind dabei auch nicht auf die Hilfe von James Bond angewiesen, wie der entstandene Film zeigt.

Faire Löhne, fünf Wochen Ferien, Frühpensionierung

Gärtnerinnen und Gärtner sind Tag für Tag draussen – ob bei Minustemperaturen im Winter oder diesen Sommer bei täglich über 30 Grad. Dieser Arbeitsalltag ist hart und kräftezehrend. Trotzdem verdienen sie monatlich immer noch bis zu 1000 Franken weniger als ihre Kolleg/innen im Bauhauptgewerbe, haben weniger Ferien und keine Möglichkeit einer Frühpensionierung.

Raus aus der Tieflohnzone: keine Tieflöhne unter 4000 Franken!

Löhne unter 4000 Franken sind im Gartenbau nach wie vor die Realität. Die Branche muss endlich raus aus der Tieflohnzone! Das kann nur geschehen, wenn sich der Gärtnermeisterverband JardinSuisse endlich seiner Verantwortung für faire Arbeitsbedingungen in der Grünen Branche stellt.

Arbeitgeber in der Verantwortung

JardinSuisse weigert sich aber nach wie vor mit der Unia, die am meisten Arbeitnehmende in der Branche vertritt, an den Verhandlungstisch zu kommen. Stattdessen haben die Arbeitgeber einen unverbindlichen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit einem nicht repräsentativen Berufsverband. Tieflöhne unter 4000 Franken sind dort nach wie vor fest verankert.

Einen GAV gibt es nur mit der Unia

Dabei zeigt Schaffhausen, dass JardinSuisse auf dem Holzweg ist. Sogar der bürgerliche Regierungsrat hielt in seinem aktuellen Urteil klar fest, dass es einen allgemeinverbindlichen GAV im Kanton nur mit der Gewerkschaft Unia geben kann. Doch anstatt eine sozialpartnerschaftliche Lösung zu suchen, will der Verband das Urteil nicht akzeptieren.