Keine verlorene Covid-19-Generation!

Jugendliche leiden besonders unter der Corona-Pandemie.

Die Jugendkommission der Unia fordert weitere Massnahmen zum Schutz der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Jugendarbeitslosigkeit muss verringert und die Zukunft der Lernenden, Studierenden und Arbeitnehmenden sichergestellt werden. Es darf keine verlorene Covid-19-Generation geben!

Die Entwicklung der Lebensumstände und Arbeitsrealität der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schweiz sind besorgniserregend. Die Zukunftsaussichten für junge Lernende und Arbeitnehmende wie auch für Studierende sind in der Corona-Krise ungewiss. Viele fühlen sich wegen mangelnden Sicherheitsvorkehrungen an den Berufsschulen, schulischen Lücken und Einsamkeit im Homeoffice und Homeschooling allein gelassen.

Mitspracherecht für Lernende

In den vergangenen Monaten gab es viele Diskussionen darüber, wie der Berufsschulunterricht und die Abschlussprüfungen für die diesjährigen Lehrabgänger*innen organisiert werden sollen. Viele Berufsschüler*innen möchten die Entscheide, die ihre Sicherheit und Zukunft betreffen, mitgestalten.

Die Jugendkommission der Unia fordert mehr Demokratie an den Berufsschulen, damit die Bedürfnisse, Wünsche und Anliegen der Jugendlichen gehört werden. Denn nur wenn Lösungen das Ergebnis eines partizipativen Prozesses sind und auf die Betroffenen zugeschnitten sind, werden sie auch von allen mitgetragen.

Jugendarbeitslosigkeit verringern, Lehrstellen sichern

Die Jugendarbeitslosenquote ist immer noch hoch. In vielen Branchen ist es fraglich, ob im kommenden Sommer genügend Lehrstellen angeboten werden.

Zudem werden 70'000 Jugendliche ihre Berufslehre abschliessen. Deshalb braucht es im Hinblick auf den Sommer 2021 finanzielle Unterstützung vom Bund, damit Betriebe den Lernenden, Lehrabgänger*innen und jungen Arbeitnehmer*innen eine Perspektive bieten können.

Psychologische Unterstützung intensivieren

Erschwerend kommt hinzu, dass Jugendliche und junge Erwachsene, die sich einsam fühlen, zu oft keine psychologische Unterstützung bekommen. Dies obwohl psychische Probleme im jungen Alter schwerwiegende Folgen haben können.

Deshalb braucht es auch dringend eine Intensivierung des psychologischen Angebots für Jugendliche und junge Erwachsene in allen Kantonen. Die Unia-Jugendkommission fordert deshalb, dass die Kantone die Angebote der Jugendsozialarbeit dringend ausbauen und niederschwellige psychologische und soziale Begleitung anbieten.