Die Unia am Strike for Future!

Der Strike for Futur läuft und die Unia mit dabei.

Der ökologische Umbau funktioniert nur zusammen mit einem gesellschaftlichen Umbau für mehr soziale Gerechtigkeit. Dafür gehen heute Klima-Aktivist*innen und Gewerkschafter*innen gemeinsam auf die Strasse.

Die Unia ist an den Aktionen des Strike for Future in der ganzen Schweiz dabei. In Neuchâtel und in Fribourg beispielsweise mit Reden von Unia-Mitgliedern im Anschluss an den Klima-Alarm vom 11.59 Uhr. Oder in Bern: Die in der Unia organisierten Gärtner*innen zeigen auf, was sie in ihrem Beruf für eine klimagerechte und nachhaltige Zukunft leisten – und wie wir alle mitmachen können: «Der beste Zeitpunkt einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren. Der nächstbeste ist jetzt!»

Das ganze Programm: www.unia.ch/klimastreik

Klimastreikende im Gespräch mit Büezer*innen

Schon im Vorfeld haben Klimastreikende zusammen mit der Unia Baustellen besucht und haben mit den Arbeiter*innen über die Verbindung ökologischer und sozialer Kämpfe diskutiert.

«Die Klimastreikenden haben ein ausgeprägtes Bewusstsein für soziale Fragen und verstehen die besonderen Herausforderungen der Arbeitswelt. Die Bauarbeiter sind von der Klimakrise direkt betroffen und nehmen diese sehr ernst. Das ist eine gute Grundlage für eine verstärkte Zusammenarbeit, auch über den 21. Mai hinaus», sagt François Clément, Co-Regionalsekretär der Unia Fribourg.

Arbeitnehmende besonders betroffen

Der sich zuspitzende Klimanotstand ist das Resultat einer ungezügelten, erdölbasierten Profitwirtschaft. Und Ausdruck extremer Ungleichheit: Die reichsten 10 Prozent der Welt verursachen über die Hälfte aller Treibhausgasemissionen. Umgekehrt leiden die Menschen in den ärmeren Ländern sowie die einfachen Arbeitnehmenden und die sozial Schwächeren in Ländern wie der Schweiz am meisten unter den Folgen: Fernab von klimatisierten Büros sind Arbeitende z.B. auf dem Bau, im Gartenbau oder im Gastgewerbe der zunehmenden Hitze zuvorderst ausgesetzt.

Ökosozialer Umbau jetzt!

An einem Umbau der Wirtschaft in Richtung nachhaltige Produktion und Mobilität führt kein Weg vorbei. Dieser Umbau darf aber auf keinen Fall auf Kosten der sozial Schwächeren gehen. Wer heute schon wenig verdient und in prekären Arbeitsverhältnissen um die Existenz kämpfen muss, darf nicht auch noch mit unsicheren Zukunftsperspektiven und Arbeitsplatzverlust den Preis für die Klimawende bezahlen.

Niemand wird zurückgelassen

Ökologischer Umbau kann nur zusammen mit einem gesellschaftlichen Umbau für mehr soziale Gerechtigkeit funktionieren. Deswegen fordert die Unia heute am Strike for Future gemeinsam mit der Klimastreikbewegung:

  1. Investitionen in die die Schaffung von nachhaltigen, gesunden und stabilen Arbeitsplätzen in der «Green Economy».
  2. Eine Stärkung des Service public, insbesondere im Transportwesen und im Energiesektor.