Ladenöffnungszeiten: Klares Signal an Bundesbern

Mehr Schutz für die Arbeitsbedingungen im Verkauf

Die Stimmberechtigten des Kantons Solothurn haben eine Verlängerung der Ladenöffnungszeiten unter der Woche klar abgelehnt. Das ist nicht nur für das Verkaufspersonal erfreulich, sondern auch ein klares Signal an das eidgenössische Parlament.

Das Solothurner Stimmvolk hat die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten werktags von 5 Uhr morgens bis 20 Uhr abends mit einer Zweidrittelmehrheit abgelehnt. Das ist ein deutliches Signal weit über Solothurn hinaus.

Bern will längere Öffnungszeiten erzwingen

Im eidgenössischen Parlament ist derzeit ein Gesetz über Ladenöffnungszeiten in Diskussion, das der ganzen Schweiz sehr ähnliche Öffnungszeiten aufzwingen will. Gemäss diesem Gesetzesentwurf sollen in der ganzen Schweiz die Läden werktags von 6 bis 20 Uhr und am Samstag von 6 bis 19 Uhr geöffnet sein dürfen. Konkret würde dies bedeuten, dass in zwei Drittel aller Kantone die Ladenöffnungszeiten per Bundesgesetz verlängert würden.

Gesetzesvorschlag gehört in die Schublade


Die Gewerkschaft Unia fordert das Parlament auf, dem Solothurner Volkswillen (und etlichen früheren kantonalen Abstimmungen) Rechnung zu tragen und auf das Gesetz für national einheitliche Ladenöffnungszeiten zu verzichten.