Antworten auf arbeitsrechtliche Fragen – das offene Ohr

Gerechtigkeitsbrunnen in Bern

Leserinnen und Leser der Gewerkschaftszeitung «work» stellen in der Rubrik «Das offene Ohr» arbeitsrechtliche Fragen. Die Fachleute der Unia-Rechtsabteilung, Unia-Arbeitslosenkasse und Service Arbeitszeit beantworten diese. Hier finden Sie die Fragen nach Themen gegliedert. Die Antworten sind verlinkt.

Arbeitsvertrag, Lohn

  • Gültiger Vertrag: Wie komme ich da wieder raus?

    Da ich länger arbeitslos war, habe ich vor drei Wochen einen auf sechs Monate befristeten Arbeitsvertrag mit einer Bäckerei abgeschlossen. Die Möglichkeit zu kündigen ist darin nicht vorgesehen. Arbeitsantritt wäre am 1. April 2019. Vor ein paar Tagen hatte ich ein Vorstellungs­gespräch bei einer anderen Firma. Das Gespräch lief sehr gut. Der Lohn wäre um einiges höher, und das Arbeitsverhältnis wäre unbefristet. Heute wurde mir die Stelle telefonisch angeboten. Ich könnte dort sofort anfangen. Ich muss nur noch zusagen. Soll ich die Stelle annehmen? Zur Antwort

  • Ausstehender Lohn: Kann ich die Arbeit niederlegen?

    Gemäss meinem Arbeitsvertrag schuldet mir mein Arbeitgeber den Lohn auf Monatsende. Obwohl ich schon letztes Jahr diverse Male den Lohn verspätet erhalten habe, ist bis heute der Dezemberlohn ausstehend. Ich habe gehört, dass man bei Lohnausstand die Arbeit niederlegen könne und gleichwohl den Lohn zugute habe. Stimmt das? Zur Antwort

Arbeitszeit, Arbeitszeiterfassung

  • Arbeitszeit I: Muss ich die Pause am Arbeitsplatz verbringen?

    Ich arbeite in Vollzeit den ganzen Tag über allein im Verkaufslokal eines Einkaufszentrums. Den Laden darf ich auch für die Mittagspause nicht schlies­sen und muss während der gesamten Öffnungszeit Kundinnen und Kunden bedienen. Ich darf im Laden nichts essen. Deshalb esse ich, wenn überhaupt, nur auf dem Weg zur Toilette etwas Kleines. Mein Chef zieht mir dafür eine Stunde Pause pro Tag ab. Ist dies erlaubt? Zur Antwort

  • Zeiterfassung: Ist ein 15-Minuten-Takt erlaubt?

    Ich arbeite von Montag bis Freitag jeweils von 8 Uhr bis 14 Uhr in einem Callcenter. Unsere Stempeluhr erfasst die Arbeitszeit im 15-Minuten-Takt. Komme ich zu spät, zum Beispiel um 8 Uhr 01, so bestraft mich unser Zeiterfassungssystem damit, dass es mich erst um 8 Uhr 15 einstempelt. Arbeite ich aber 10 Minuten länger, so streicht mir das System die Arbeitszeit, die über das normale Arbeitsende hinausgeht. Ist dies erlaubt? Zur Antwort

  • Zeiterfassung: Ist ein pauschaler Pausenabzug erlaubt?

    Ich arbeite mit flexiblen Arbeitszeiten im Gleitzeitmodell. Unsere Arbeitszeit wird elektronisch erfasst. In der Regel arbeite ich 8 Stunden pro Tag und nehme über Mittag eine halbe Stunde Pause. In Ausnahmefällen muss ich mehr als 9 Stunden arbeiten. Das Arbeitsgesetz schreibt in diesem Fall mindestens eine Stunde Pause vor. Das Zeiterfassungssystem zieht mir deshalb eine weitere halbe Stunde Pause ab – obwohl ich sie gar nicht machen konnte. Mein Chef sagt: «Gesetz ist Gesetz. Nach 9 Stunden wird eine zusätzliche halbe Stunde Pause abgezogen.» Ist das korrekt? Zur Antwort

Sonntagsarbeit, Nacharbeit, Zuschläge, Arbeit auf Abruf, Pikett

  • Schwierigkeiten mit Nachtarbeit: Soll ich zum Arzt?

    In unserem Betrieb laufen die Maschinen Tag und Nacht, und wir arbeiten Schicht. Deshalb arbeite ich regelmässig in der Nacht. In letzter Zeit bereitet mir die Nachtarbeit immer mehr Mühe. Ich schlafe schlecht und habe Verdauungsprobleme. Zudem habe ich das Gefühl, an den andern vorbeizuleben: Wenn sie Feierabend haben, gehe ich zur Arbeit, und wenn sie aufstehen gehe ich schlafen. Soll ich mich von einer Fachperson beraten lassen? Zur Antwort

  • Nachtarbeit: Welcher Zuschlag steht mir zu?

    Früher habe ich nur ausnahmsweise in der Nacht gearbeitet. Dafür erhielt ich 25 Prozent mehr Lohn. Nun arbeite ich regelmässig in der Nacht und erhalte keinen Lohnzuschlag mehr. Dafür bekomme ich nun einen Zeitzuschlag von 10 Prozent. Ich verstehe nicht, weshalb ich plötzlich einen Zeitzuschlag anstatt einen Lohnzuschlag habe. Ist das richtig so? Zur Antwort

  • Sonntagsarbeit: Erhalte ich Lohnzuschlag?

    Einmal pro Monat arbeite ich am Sonntag. Für die Sonntagsarbeit erhalte ich keinen zusätzlichen Lohn. Eine Bekannte, die normalerweise von Montag bis Freitag arbeitet, hat im Dezember ausnahmsweise an zwei Sonntagen gearbeitet. Dafür hat sie 50% Lohnzuschlag erhalten. Nun frage ich mich, ob ich von meinem Chef auch verlangen könne, dass ich für die Arbeit am Sonntag mehr Lohn erhalte. Zur Antwort

  • Arbeit auf Abruf: Wird die Wartezeit auch entschädigt?

    Ich bin zurzeit auf Stellensuche und möchte vorerst als Aushilfe in der Logistikbranche arbeiten. Ich habe mich bereits auf eine Stelle beworben. Es handelt sich um Arbeit auf Abruf, ich arbeite also nur dann, wenn es etwas zu tun gibt. Beim Vorstellungsgespräch erklärte man mir, dass diese Einsätze stundenweise über die Woche verteilt seien und dass sich die Arbeit in der Summe auf etwa 2 Tage belaufen werde. Nur diese Einsätze seien bezahlt. Was ist denn mit der Zeit, in der ich auf die Einsätze warte? Wird diese etwa nicht bezahlt? Zur Antwort

  • Immer auf Pikett: Muss das sein?

    Als Techniker bei einer grossen Firma bin ich jede zweite Woche während sechs Tagen auf Pikett. Während des Pikettdienstes kann ich zu Hause sein und dort mehr oder weniger machen, was ich will. Jedoch kann ich nicht ganz abschalten und mich nicht richtig entspannen, weil ich nie weiss, ob und wann das Telefon klingelt. Ich möchte gerne mehr echte Freizeit, ohne Pikett. Kann ich dies verlangen? Zur Antwort

Ferien, Ausland, Betriebsferien

  • Im Ausland: Wie bin ich bei Unfall oder bei Krankheit versichert?

    Nachdem ich auf Ende dieses Monats meine Vollzeitstelle gekündigt habe, werde ich vier Monate reisen. Für die Zeit danach habe ich bereits wieder eine Stelle. Da ich oft in ferne Länder reise, habe ich für den Fall einer Krankheit eine spezielle Reiseversicherung abgeschlossen. Wie sieht es aus, wenn ich einen Unfall mache? Bin ich dann über meine bisherige Unfallversicherung versichert? Zur Antwort

  • Neuer Job: Muss ich gegen meinen Willen Betriebsferien machen?

    Ich habe am 1. Oktober eine neue Stelle begonnen und meine Probezeit nach einem Monat erfolgreich abgeschlossen. Laut Vertrag habe ich 4 Wochen Ferien pro Jahr. Vor kurzem informierte mich meine Vorgesetzte, dass der Betrieb während dreier Wochen über die Feiertage und im neuen Jahr geschlossen bleibe. Dafür würden mir 12 Tage meines Ferien­guthabens abgezogen. Muss ich dies akzeptieren? Zur Antwort

Homeoffice, Selbstständigkeit

  • Homeoffice: Muss ich immer erreichbar sein?

    Einen Tag pro Woche arbeite ich im Homeoffice. Dies kommt mir entgegen, da ich einen langen Arbeitsweg habe. Neuerdings verlangt meine Chefin aber, dass ich an meinem Homeoffice-Tag auch abends erreichbar bin und gegen 21 Uhr nochmals meine Mails checke. Ich sei ja schliesslich tagsüber flexibel und könne zwischendurch auch private Angelegenheiten erledigen, weshalb die Erreichbarkeit am Abend eine faire Gegenleistung sei. Ich möchte jedoch Feierabend machen, wenn ich die vereinbarte Zeit gearbeitet habe, auch im Homeoffice. Wenn ich nicht weiss, ob beim Abendessen nochmals ein Anruf kommt oder ich noch Mails beantworten muss, kann ich nicht abschalten. Muss ich im Homeoffice wirklich bis spätabends erreichbar sein? Zur Antwort

  • Muss ich als Selbständiger meine Lohnzahlungen nachweisen?

    Ich habe vor 15 Jahren eine AG gegründet und war Alleinaktionär, Geschäftsführer und alleiniger Verwaltungsrat. Diese AG habe ich genutzt, um ein Re­staurant zu betreiben. Da die Umsätze immer mehr zurückgingen, musste ich mir selber kündigen und mich als Verwaltungsrat aus dem Handelsregister austragen lassen. Den Lohn habe ich mir jeweils bar auszahlen lassen. Nun verlangt die Arbeitslosenkasse, dass ich die Bilanz und Erfolgsrechnung der letzten zwei Jahre sowie einen Kontoausdruck des Kontos Kasse und des Kontos Löhne einreiche. Ich verstehe dieses Misstrauen nicht. Ist dies rechtens? Zur Antwort

Lehre, Lehrstelle, Ausbildung, Ferienjob

  • Neue Stelle: Konkurrenzverbot nach der Lehre?

    Im Sommer werde ich meine dreijährige Ausbildung beenden. Weil ich den genauen Endtermin wissen wollte, habe ich den Lehrvertrag angeschaut und festgestellt, dass darin von einem Konkurrenzverbot gesprochen wird. Muss ich also nach der Lehrzeit in diesem Unternehmen weiterarbeiten? Zur Antwort

  • Ferienjob: Muss ich AHV-Beiträge bezahlen?

    Ich werde im Juni 18 Jahre alt und besuche das Gymnasium. Während der Frühlingsferien werde ich wie üblich in einem Einkaufszentrum arbeiten. Nun hat mir meine Chefin gesagt, dass diesmal AHV-Beiträge vom Lohn abgezogen werden, obwohl ich noch Schülerin bin. Ist das korrekt? Im September 2018 werde ich mein Studium beginnen. Wie ist es, wenn ich während der Semesterferien arbeiten gehe? Muss ich dann auch AHV-Bei­träge zahlen? Zur Antwort

Arbeitszeugnis, Zwischenzeugnis

  • Arbeitszeugnis: Was tun, wenn die Firma sich weigert?

    Ich habe die Arbeitsstelle gewechselt und von meiner ehemaligen Firma ein Arbeitszeugnis verlangt. Trotz mehrmaliger Mahnung habe ich jedoch immer noch kein Zeugnis erhalten. Ich habe doch ein Anrecht auf ein Arbeitszeugnis? Zur Antwort

  • Zwischenzeugnis: Muss ich begründen, warum ich ein Arbeitszeugnis will?

    Mein Vorgesetzter wird Ende Sommer pensioniert, deshalb habe ich ein Zwischenzeugnis verlangt. Mein Arbeitgeber hat mich nun zu einem Gespräch aufgeboten und will eine Begründung, weshalb ich ein Zwischenzeugnis wolle. Darf er das? Zur Antwort

Kündigung, Entlassung

  • Kündigung: Ist sie per Mail gültig?

    In meinem Arbeitsvertrag steht, dass die Kündigung schriftlich erfolgen müsse. Ende August hat mir mein Chef per Mail gekündigt. Ist diese Kündigung gültig? Zur Antwort

  • Kündigung: Darf die Firma nach Lohnforderungen kündigen?

    Vor zwei Wochen sprach ich mit meiner Chefin. Ich verlangte mehr Lohn, weil ich weniger verdiene, als im Gesamtarbeitsvertrag vorgesehen ist. Vor zwei Tagen hat sie mir nun gekündigt. Ist diese Kündigung gerechtfertigt? Zur Antwort

  • Kündigung: Darf mir die Chefin in den Ferien kündigen?

    Ich arbeite seit fünf Jahren in einer Bäckerei. Die vertragliche Kündigungsfrist beträgt zwei Monate. Seit neun Monaten habe ich eine neue Chefin. Leider gab es in den letzten Monaten immer wieder Streitereien zwischen uns. Vom 23. September bis am 8. Oktober habe ich Ferien bezogen. Am 25. September erhielt ich ein Einschreiben vom Arbeitgeber. Wie ich schon ahnte, war es die Kündigung per 30. November. Nun habe ich aber gehört, dass man mir während der Ferien sowieso nicht kündigen dürfe. Stimmt das? Oder muss ich die Kündigung akzeptieren? Zur Antwort

  • Kündigung mit 61: Sofort bei der Arbeitslosenkasse anmelden?

    Ich arbeite seit 15 Jahren als Elektriker in einem kleinen Familienbetrieb. Am 3. Oktober werde ich 61. Die Vorfreude auf die Geburtstagsfeier hat mir mein Chef aber gründlich verdorben. Weil er keinen Käufer gefunden hat, löst er die Firma auf und hat mir und den zwei Kollegen auf Ende August fristgerecht gekündigt. In meinem Alter habe ich einen schweren Stand auf dem Arbeitsmarkt. Ein Kollege hat mir nun geraten, mich unverzüglich bei der Arbeitslosenkasse anzumelden, um eine Einkommenslücke zu vermeiden. Ist das ein guter Rat? Zur Antwort

  • Fristlose Entlassung: Wer zahlt die Taggelder?

    Nach mehreren Jahren im Betrieb hat mich mein Chef fristlos entlassen, da wir einige Differenzen hatten. Ich habe mich sofort beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldet und mit meinem Anwalt gegen die Entlassung geklagt. Bei der ersten Verhandlung beim Friedensrichter war auch die Arbeitslosenkasse dabei. Auch sie stellte eine Forderung gegenüber dem Arbeitgeber, nämlich den Betrag der Taggelder, der mir während meiner ordentlichen Kündigungsfrist von drei Monaten hätte ausbezahlt werden sollen. Können Sie mir diesen Vorgang erklären? Zur Antwort

Arbeitslosigkeit, Zwischenverdienst, RAV, Arbeitslosenkasse

  • Welche Unterlagen muss ich bei einem Zwischenverdienst einreichen?

    Ich arbeitete als Gärtner und habe auf den 1. Oktober 2018 meinen Job verloren. Ein Bekannter hat eine Gartenbaufirma. Dort habe ich nun die Möglichkeit, aushilfsweise während zweier Tage pro Woche als Gärtner zu arbeiten. Darf ich das? Und was muss ich beachten? Zur Antwort

  • Arbeitslosenkasse I: Rückzahlung nach der Abmeldung?

    Ich war eine gewisse Zeit arbeitslos, inzwischen habe ich jedoch eine neue Stelle gefunden und mich deshalb von der Arbeitslosenvermittlung abgemeldet. Zwei Monate danach habe ich eine Verfügung des RAV erhalten, wonach ich während meiner Arbeitslosigkeit angeblich einem Kontrollgespräch unentschuldigt ferngeblieben sei. Ich habe deswegen vom RAV 8 Straftage erhalten, für die ich keinen Anspruch auf Taggelder habe. Dabei bin ich doch bereits abgemeldet. Darüber hinaus fordert nun auch die Arbeitslosenkasse die bereits ausbezahlte Arbeitslosenentschädigung für diesen Zeitraum zurück. Ist dieses Vorgehen korrekt? Zur Antwort

  • Arbeitslosigkeit: Taggelder auch bei Krankheit?

    Ich wurde per 30. April 2017 infolge Umstrukturierung unverhofft arbeitslos. Seit diesem Datum suche ich erfolglos eine neue Arbeitsstelle. Nun wurde bei mir eine Krebserkrankung festgestellt. Ich werde nun eine Chemotherapie beginnen müssen und werde längere Zeit krankheitsbedingt nicht mehr auf Stellensuche gehen können. Eine private Krankentaggeldversicherung habe ich nicht. Bekomme ich trotzdem Arbeitslosentaggelder? Zur Antwort

  • Arbeitslos und bei der IV gemeldet: Darf die Arbeitslosenkasse die Zahlungen stoppen?

    Ich beziehe zu 100 Prozent Taggelder der Krankenversicherung. Seit kurzer Zeit bin ich nun auch arbeitslos gemeldet. Zusätzlich habe ich mich bei der Invalidenversicherung (IV) angemeldet. Nun will die Krankenversicherung die Taggelder nicht mehr bezahlen. Ich habe gegen diesen Entscheid Einsprache erhoben. Jetzt stehe ich ganz ohne Einkommen da, denn die Arbeitslosenkasse bezahlt auch nichts mehr mit der Begründung, ich sei nicht vermittlungsfähig. Ist das korrekt? Zur Antwort

  • Arbeitslosengeld: Die Kasse hat sich geirrt – muss ich jetzt dafür büssen?

    Ich bin Ausländerin und habe bis 2016 an der Universität Zürich studiert. Nach dem Studium habe ich nicht sofort eine Anstellung gefunden, mich deshalb bei der Arbeitslosenkasse angemeldet und Arbeitslosentaggeld erhalten. Nun habe ich eine Verfügung erhalten. Die Arbeitslosenkasse will den Betrag von Fr. 3500.– zurückhaben. Sie begründet dies damit, dass ich noch nicht 10 Jahre in der Schweiz wohne und demzufolge auch keinen Anspruch auf Arbeitslosentaggeld hätte. Sie hätten dies bei der seinerzeitigen Prüfung meines Antrages übersehen. Ich bin inzwischen wieder arbeitslos geworden und kann dieses Geld beim besten Willen nicht zurückzahlen. Was kann ich tun? Zur Antwort

Mutterschaft, Elternschaft, Schwangerschaft, Kinderzulagen

  • Familienzulagen: Wie verhält es sich mit Teilzeitstellen?

    Ich bin frisch geschieden. Unsere achtjährige Tochter wird bei mir leben. Deshalb sollte ich zukünftig die Familienzulagen erhalten. Kürzlich habe ich ­jedoch gehört, dass es für den Erhalt von Familienzulagen eine Mindest­einkommensgrenze gebe, die etwas über 500 Franken pro Monat betrage. Ich habe mehrere, zwar regelmässige, aber kleine Teilzeitstellen bei verschiedenen Firmen. Bei den jeweiligen Firmen verdiene ich nur knapp 500 Franken. Erhalte ich trotzdem Familien­zulagen? Zur Antwort

  • Kinderbetreuung: Wer bekommt die AHV-Erziehungsgutschriften?

    Meine Partnerin und ich werden demnächst Eltern. Verheiratet sind wir nicht. Künftig wollen wir beide Teilzeit arbeiten und die Betreuung des Kindes zu gleichen Teilen übernehmen. Ich habe gehört, dass derjenige Elternteil, der für die Kinderbetreuung aufkommt, bei der AHV Erziehungsgutschriften erhält. Stimmt das? Und was bedeutet das in unserem Fall? Zur Antwort

  • Pensenreduktion nach Mutterschaft: Wird der versicherte Verdienst gekürzt?

    Ich bin glückliche Mutter eines gesunden Kindes geworden. An meiner bisherigen Arbeitsstelle wollte ich im reduzierten Umfang von 40 Prozent arbeiten. Der bisherige Arbeitgeber war jedoch nicht einverstanden. Deshalb habe ich gekündigt und mich per 1. Februar 2019 zum Bezug von ­Arbeitslosentaggeld angemeldet. Da ich nur 40 Prozent arbeiten möchte, hat mir mein RAV-Berater gesagt, dass ich nur Stellen mit einem Beschäftigungsgrad von 40 Prozent suchen müsse. Ich hatte vorher eine gutbezahlte Arbeitsstelle als Direktionssekretärin und habe dort monatlich 8000 Franken verdient. Meine Arbeitslosenkasse hat mir nun ein Schreiben gesandt, worin der ver­sicherte Verdienst mit CHF 3200 angegeben wird. Kann das sein? Zur Antwort

  • Kinderzulage: Darf der Ex-Mann sie mit der Unterhaltszahlung verrechnen?

    Mein Ex-Mann und ich haben eine gemeinsame Tochter. Ich habe das alleinige Sorgerecht. Mein Ex-Mann muss mir aufgrund des Scheidungsurteils Unterhaltszahlungen für die Tochter überweisen. Nun habe ich wieder geheiratet und bin gerade wieder Mutter geworden. Ich werde meine bisherige Stelle auf das Ende des Mutterschaftsurlaubs kündigen und vorläufig nicht mehr arbeiten. Bisher hat mir mein Arbeitgeber die Kinderzulage für unsere Tochter ausbezahlt. Mein Ex-Mann hat mir nun mitgeteilt, jetzt werde er die Kinderzulage beantragen. Und er werde diese zudem von den Unterhaltszahlungen abziehen. Darf er das? Zur Antwort

  • Schwanger: Muss ich nachts arbeiten?

    Ich arbeite in einer Bar und bin im fünften Monat schwanger. Eine Arbeitskollegin hat mir erzählt, schwangere Frauen dürften von Gesetzes wegen nach 20 Uhr gar nicht mehr arbeiten. Unser Lokal geht immer erst am Abend auf und hat dann bis in die Nacht geöffnet. Kann ich jetzt also einfach zu Hause bleiben und bekomme dann trotzdem den Lohn? Zur Antwort

  • Mutterschaftsversicherung: Gilt sie auch für Grenzgängerinnen?

    Ich arbeite seit Jahren in einer Firma in Basel und bekomme in zwei Monaten ein Kind. Stimmt es, dass ich keine Mutterschaftsentschädigung erhalte, weil ich meinen Wohnsitz nicht in der Schweiz, sondern in Deutschland habe? Zur Antwort

  • Bébé ist krank: Kann ich den Mutterschaftsurlaub verschieben?

    Unser neugeborenes Kind ist krank und muss deswegen noch mindestens drei Wochen im Spital bleiben. Mein Arbeitgeber hat mir nun geraten, den Bezug des Mutterschaftsurlaubs aufzuschieben. Ist das überhaupt möglich? Zur Antwort

  • Fällt die Zulage weg, wenn der Sohn einen Lehrlingslohn hat?

    Ich habe drei Kinder: Der jüngste Sohn ist 14-jährig und geht noch zur Schule. Die Tochter ist 16-jährig und hat eben mit der Lehre begonnen. Der älteste Sohn ist 22-jährig und studiert Geographie. Meine Kollegin behauptet, die Familienzulagen fielen weg, sobald ein Jugendlicher sein eigenes Geld verdiene, und dies auch dann, wenn er noch in der Ausbildung sei. Stimmt das wirklich? Zur Antwort

  • Geringe Alimente: Muss ich nach einer Trennung sofort eine Stelle suchen?

    Ich war 15 Jahre lang verheiratet und habe mich kürzlich getrennt. Während der letzten 10 Jahre war ich zu Hause und habe die Kinder grossgezogen. Leider sind die Alimente, die ich während der Trennungsphase erhalte, so tief, dass ich gezwungen sein werde, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Dies wird wegen meiner langjährigen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt schwierig werden. Was können Sie mir raten? Zur Antwort

  • Mutterschaftsurlaub: Bekomme ich bei einem Unfall zusätzliches Geld?

    Ich habe noch drei Wochen Mutterschaftsurlaub. Wegen eines Verkehrsunfalls vor drei Tagen hat mich mein Arzt voraussichtlich für 4 Wochen arbeitsunfähig geschrieben. Bekomme ich ab sofort auch noch Taggelder aus der Unfallversicherung (ich bin über mein Arbeitsverhältnis auch für Nichtberufsunfall versichert)? Zur Antwort

Militär, Rekrutenschule (RS), Zivildienst

  • RS: Wieso erhalte ich nicht 80 Prozent meines Lohnes?

    Ich arbeite in einem Büro als kaufmännischer Angestellter und verdiene monatlich 5000 Franken. Nun musste ich in die Rekrutenschule einrücken und sah auf meiner Lohnabrechnung, dass ich in dieser Zeit nur 2500 Franken verdiene. Dabei hat mir ein Kollege gesagt, man bekomme während des Militärs von seinem Arbeitgeber 80 Prozent des Lohnes. Müsste ich nicht 4000 Franken bekommen? Zur Antwort

  • Zivildienst: Muss ich Wehrpflichtersatz zahlen?

    Ich mache Zivildienst. Gemäss Gesetz müsste ich einen langen Einsatz von sechs Monaten und dann jedes Jahr vier Wochen Zivildienst leisten. Solche Kurzeinsätze mache ich allerdings nicht. Denn viele Einsatzbetriebe, zu denen ich gerne ginge, verlangen Einsätze von mindestens zwei oder drei Monaten. Jetzt bekomme ich vom Staat in den Jahren, in denen ich keinen Einsatz leiste, jeweils eine Rechnung für Wehrpflichtersatz. Muss ich diesen zahlen? Und falls ja: Erhalte ich diesen irgendwann zurückerstattet? Zur Antwort

Krankheit, Unfall, Invalidität, Krankentaggeld

  • Invalidität: Darf die Arbeitslosenkasse die Taggelder kürzen?

    Kurz nachdem ich meine Stelle verloren hatte, erlitt ich auch noch einen schweren Unfall. Die Beschwerden sind so stark und langanhaltend, dass ich mich bei der Invalidenversicherung anmelden musste. Diese hat mir nun eine halbe Rente zugesprochen. Jedoch will mir die Arbeitslosenkasse seither meinen versicherten Verdienst und damit mein Taggeld entsprechend kürzen. Darf die Arbeitslosenkasse das machen? Zur Antwort

  • Unfall: Wieso bezahlt die Pensionskasse nicht die volle Rente?

    Ich hatte vor vier Jahren einen schweren Autounfall und bin seither arbeitsunfähig. Die Invalidenversicherung hat mir eine ganze Rente zugesprochen, und auch die Unfallversicherung zahlt mir eine Rente. Die Pensionskasse hat mir hingegen geschrieben, dass ich von ihr pro Jahr lediglich 8800 Franken erhalte. Gemäss dem Vorsorgeausweis meiner Pensionskasse habe ich jedoch bei Invalidität einen wesentlich höheren Anspruch. Wieso erhalte ich von der Pensionskasse nicht die versprochene Invaliditätsrente? Zur Antwort

  • Keine Ersatzarbeit: Erhalte ich trotzdem meinen Lohn?

    Seit über 10 Jahren arbeite ich beim gleichen Arbeitgeber. Nun wurde ich leider für längere Zeit krank und darf gemäss Arztzeugnis in Zukunft keine schweren Lasten mehr tragen. Zwar habe ich von meiner Firma eine Tätigkeit verlangt, die an meine Beschwerden angepasst ist, jedoch kann sie mir keine Ersatzarbeit anbieten und weigert sich, mir weiterhin den Lohn zu zahlen. Ist ihr Vorgehen korrekt? Zur Antwort

  • Krankentaggeld: Die Firma bezahlt mir den Lohn nicht, was kann ich tun?

    Ich arbeite seit 2 Jahren für eine Metzgerei. Vor drei Monaten wurde ich krank. Wann ich wieder arbeiten kann, weiss ich noch nicht. Die Firma hat finanzielle Probleme. Seit meiner Erkrankung habe ich den Lohn nicht mehr erhalten. In meinem Arbeitsvertrag steht, dass eine Krankentaggeldversicherung abgeschlossen worden sei. Mein Chef behauptet, er könne mir den Lohn erst ausbezahlen, wenn die Krankentaggeldversicherung zahle, was diese aber noch nicht gemacht habe. Ein Kollege hat mir gesagt, ich könne von der Krankentaggeldversicherung verlangen, dass sie mir die Taggelder direkt auszahle. Stimmt das? Zur Antwort

  • Burnout: Habe ich Ferienverbot wegen Krankheit?

    Wegen eines Burnouts bin ich bis auf weiteres krank geschrieben. Ich habe seit langem Ferien gebucht und möchte demnächst für eine Woche nach Sardinien gehen. Mein Arzt hat mir sogar dazu geraten. Wie sieht das rechtlich aus, kann meine Chefin mir die Ferien verbieten, weil ich krank geschrieben bin? Zur Antwort

  • Fehlende Unfallversicherung: Muss ich die Kosten selbst bezahlen?

    Ich arbeite zwei Tage pro Woche als Verkäuferin in einem Antiquitätengeschäft. Jetzt bin ich zu Hause beim Putzen der Schlafzimmerfenster vom Stuhl gestürzt und habe mir dabei den linken Fussknöchel gebrochen. Der Hausarzt hat mich für zwei Wochen arbeitsunfähig geschrieben. Seine Frage nach der zuständigen Unfallversicherung konnte ich leider nicht beantworten. Ich habe deshalb bei meiner Chefin nachgefragt. Sie meinte, für den Unfall werde meine private Krankenkasse aufkommen. Da sie in ihrem Laden nur zwei Teilzeitangestellte beschäftige, habe sie keine besondere Unfallversicherung abschliessen müssen. Stimmt das? Zur Antwort

  • Krank geschrieben und arbeitslos: Wer bezahlt?

    Ich bin seit längerem zu 100 Prozent arbeitsunfähig und bekomme Geld von der Krankentaggeldversicherung. Per Ende März habe ich meine Stelle verloren und habe mich deshalb am 1. April 2017 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig habe ich mich bei der IV angemeldet. Die Krankentaggeldversicherung hat mir nun mitgeteilt, dass sie mir nichts mehr bezahlen werde. Ich würde jetzt Taggelder von der Arbeitslosenversicherung erhalten, bis die IV über meine Situation entschieden habe. Stimmt das? Zur Antwort

Pension, Rente, IV, AHV, Beiträge

  • Hörgerät: Zahlt mir die AHV oder IV einen Beitrag?

    Mein Hörvermögen hat in den letzten zwei Jahren eklatant abgenommen. Mein Hals-Nasen-und-Ohren-Arzt hat eine Schwerhörigkeit festgestellt. Deshalb brauche ich ein Hörgerät. Gemäss Auskunft einer Kollegin erhalte ich finanzielle Unterstützung von der AHV oder der Invalidenversicherung. Stimmt das, und wenn ja, wo muss ich mich melden? Zur Antwort

  • Pensionierung: Erhalte ich keine Taggelder mehr?

    Ich hatte im Januar 2018 einen Unfall. Deshalb erhielt ich von der Unfallversicherung Taggelder. Letzten November hat mir die Unfallversicherung mitgeteilt, dass sie die Taggelder nicht mehr bezahle, weil ich im Dezember 2018 pensioniert werde. Ist dieses Vorgehen korrekt? Zur Antwort