Uhren- und Miktrotechnikindustrie: Umfrage zu den Arbeitsbedingungen

Uhren- und Miktrotechnikindustrie

Die Uhrenindustrie hat einen starken Aufschwung erlebt. Auch die gewerkschaftliche Aktivität der Unia in der Branche hat zugenommen. Ein hoher Anteil der Unternehmen und der Beschäftigten der Uhren- und Mikrotechnikindustrie sind Gesamtarbeitsverträgen (GAV) unterstellt, bei denen die Unia Vertragspartnerin ist.

Umfrage zu Ihren Arbeitsbedingungen

Angesichts der bevorstehenden Erneuerung des Gesamtarbeitsvertrages (GAV) der schweizerischen Uhren- und Mikrotechnikindustrie lanciert die Unia eine Umfrage über die Arbeitsbedingungen.

Anhand von acht Themen können die Beschäftigten über ihre Arbeitsbedingungen in der Branche Auskunft geben. In den ersten Monaten des Jahres 2020 werden die Resultate der Umfrage in die Erarbeitung der Forderungen der Unia für den neuen GAV Uhrenindustrie einfliessen, damit die Beschäftigten noch besser geschützt werden.

Machen Sie mit!

GAV für die Uhren- und Mikrotechnikindustrie

Seit dem 1. Januar 2017 haben die Beschäftigten in der Uhren- und Mikrotechnikindustrie einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Der neue Vertrag ist moderner, sozialer und bietet mehr Schutz (Flyer mit den wichtigsten Infos zum GAV). Die Verbesserungen konnten erreicht werden, weil die Unia mit über 10'000 Mitgliedern eine starke Branchenvertretung hat und weil sich die aktiven Mitglieder stark engagiert haben.

Moderner:

  • 18 Wochen Mutterschaftsurlaub 
  • Vaterschaftsurlaub von 5 oder 10 Tagen

Sozialer:

  • Beitrag von 175 Franken an die Krankenkassenprämien
  • Erhöhung der Familienzulagen

Mehr Schutz:

  • Gleichbehandlung von Fest- und Temporärangestellten
  • Verbindliche Mindestlöhne

Wo es Verbesserungen braucht

Trotz besserer Arbeitsbedingungen gibt es weiterhin Bereiche, wo es weitere Massnahmen braucht:

  • Massnahmen zur Stressprävention und zu psychosozialen Risiken. Wie eine Studie der Unia zeigt, nimmt der Stress in der Uhren- und Mikrotechnikindustrie zu und beeinträchtig die Gesundheit der Angestellten.
  • Eine Erhöhung der Mindestlöhne, die Anerkennung ausländischer Diplome und die Berücksichtigung der Dienstjahre der Angestellten.
  • Die Stärkung der Rechte von Personalvertretungen und Gewerkschaftsdelegierten in den Betrieben.

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