Uhren- und Miktrotechnikindustrie

Uhren- und Miktrotechnikindustrie

Die Uhrenindustrie hat einen starken Aufschwung erlebt. Auch die gewerkschaftliche Aktivität der Unia in der Branche hat zugenommen. Ein hoher Anteil der Unternehmen und der Beschäftigten der Uhren- und Mikrotechnikindustrie sind Gesamtarbeitsverträgen (GAV) unterstellt, bei denen die Unia Vertragspartnerin ist.

2017: neuer GAV für die Uhren- und Mikrotechnikindustrie

Seit dem 1. Januar 2017 haben die Beschäftigten in der Uhren- und Mikrotechnikindustrie einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Der neue Vertrag ist moderner, sozialer und bietet mehr Schutz (Flyer mit den wichtigsten Infos zum GAV). Die Verbesserungen konnten erreicht werden, weil die Unia mit über 10'000 Mitgliedern eine starke Branchenvertretung hat und weil sich die aktiven Mitglieder stark engagiert haben.

Wo es Verbesserungen braucht

Trotz besserer Arbeitsbedingungen gibt es weiterhin Bereiche, wo es weitere Massnahmen braucht:

  • Massnahmen zur Stressprävention und zu psychosozialen Risiken. Wie eine Studie der Unia zeigt, nimmt der Stress in der Uhren- und Mikrotechnikindustrie zu und beeinträchtig die Gesundheit der Angestellten.
  • Eine Erhöhung der Mindestlöhne, die Anerkennung ausländischer Diplome und die Berücksichtigung der Dienstjahre der Angestellten.
  • Die Stärkung der Rechte von Personalvertretungen und Gewerkschaftsdelegierten in den Betrieben.

400 Franken jährlich für Unia-Mitglieder

Unia-Mitglieder, die in einer Vertragsfirma arbeiten, erhalten jährlich ein Zertifikat der Vorsorgestiftung PREVHOR im Wert von rund 400 Franken. Eine gewerkschaftlich organisierte Person, die 2017 pensioniert wird und im Besitz aller Zertifikate seit 1987 ist, erhält dank PREVHOR 19'450 Franken Kapital ausbezahlt.