Jetzt in die Pedale treten für die Umwelt und das Klima

Menschenmassen beim Bollwerk in Bern an der Klima-Demo im September 2019

Die Klimajugend hat Recht: Es ist fünf vor Zwölf! Klimapolitik und der Klimawandel gehen alle etwas an, denn unsere Zukunft steht auf dem Spiel. Eine nachhaltige Gesellschaft kann nur mit einem sozialen Ausbau funktionieren. Das packen wir an.

Unsere Gesellschaft produziert, baut und transportiert. Doch die Art und Weise, wie sie das macht, ist schuld am Klimawandel und schadet allen. Schwankungen beim Klima hat es zwar schon immer gegeben. Aber in den letzten 50 bis 60 Jahren hat sich die Erde überdurchschnittlich erwärmt und das hat nur einen erklärbaren Grund: vermehrter Treibhausgasausstoss. Dafür ist allein der Mensch verantwortlich. Zwischen 1864 und 2018 ist es in der Schweiz 2.1°C wärmer geworden. Nach 2016 war 2018 hier das wärmste Jahr.

Klimawandel ist Tatsache

Der britische Klimaforscher Ed Hawkins von der University of Reading visualisiert anhand von Daten von Wetterdiensten die Jahresdurchschnittstemperaturen in Streifenmustern. Die Grafiken zeigen unmissverständlich auf, wie sich die Erde seit Messungsbeginn erwärmt hat.

Globale Klimaerwärmung 1850 bis 2018

Streifenmuster für die weltweite Klimaerwärmung von 1864 bis 2018 (dunkeblau = sehr kalt, dunkelrot =  sehr heiss)

Klimaerwärmung in der Schweiz 1864 bis 2018

Streifenmuster für die Klimaerwärmung in der Schweiz von 1864 bis 2018 (dunkeblau = sehr kalt, dunkelrot =  sehr heiss)

Trockenere Sommer, heftigere Niederschläge, mehr Hitzetage und schneearme Winter. So wird sich das Klima in der Schweiz entwickeln. Mit diesen Szenarien rechnen Forschende und MeteoSchweiz, die sie anhand komplexer Klimamodelle und statistischer Methoden erarbeitet haben.

Angesichts der Fakten ist es kaum möglich, die künftig drohenden Folgen der Klimaerhitzung zu überzeichnen. Dennoch bewegt sich die Politik nur quälend langsam in Richtung einer Trendwende. Langsamer sogar als die schmelzenden Gletscher. Warum eigentlich?

Jetzt braucht es den ökosozialen Umbau

Dank der Klimajugend steht die Klimakrise weltweit oben auf der politischen Agenda. Das ist eine grosse Chance. Wir sind entschlossen, sie zu nutzen. Die Unia steht seit ihrer Gründung für die Verbindung von ökologischen und sozialen Herausforderungen und hat schon früh den ökosozialen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft gefordert. Mehr denn je müssen wir jetzt:

  • Mittel für einen solchen Umbau auf allen Ebenen bereitstellen. Das Geld ist vorhanden, gefragt ist politischer Wille.
  • In eine energie- und ressourceneffiziente Wirtschaft investieren: Nachhaltige Arbeitsplätze sind auch besser für die Menschen.
  • Mitspracherechte für Arbeitnehmende zu Umweltfragen garantieren: Zukunftsfähige Ideen entstehen sozialpartnerschaftlich.
  • Schutzmassnahmen für vom Klimawandel betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einführen sowie Bildungsangebote für Brachen im Transformationsprozess einführen: Niemand wird im Stich gelassen.
  • Sicherstellen, dass die Profiteure und Verursacher/innen der Klimaerhitzung zur Kasse gebeten werden und nicht die kleinen und mittleren Einkommen: Klimagerechtigkeit darf keine Floskel bleiben.
  • Massnahmen entwickeln, die das Umsteigen auf ein ressourcenschonendes Verhalten erschwinglich und attraktiv machen: Das nachhaltige Leben muss allen offen stehen.
  • Das Verhältnis von Leben und Arbeiten so ausgestalten, dass Umwelt und Menschen entlastet werden: Mehr Zeit, mehr Luft zum Atmen.

Aufgrund dieser Leitlinien erarbeiten wir derzeit ein konkretes Programm. In Kürze erfahren Sie mehr darüber.

Am 15. Mai 2020: #ChallengeForFuture

Die Klimajugend ruft zum Klimastreik «Strike for Future» auf, der auch von der Unia unterstützt wird. Aufgrund der ausserordentlichen Lage wegen des Coronavirus findet der Klimastreik aber nicht wie geplant am 15. Mai statt sondern wird verschoben. An Stelle des Aktionstages auf der Strasse und in den Betrieben gibt es am 15. Mai unter dem Hashtag #ChallengeForFuture ein Online-Spiel.