Umwelt- und Klimapolitik

Menschenmassen beim Bollwerk in Bern an der Klima-Demo im September 2019

Klimapolitik und der Klimawandel gehen alle etwas an. Denn unsere Zukunft steht auf dem Spiel. Für die Unia ist klar: Ökologische und soziale Krisen haben gemeinsame Ursachen und sie verlangen in der Konsequenz nach kombinierten Lösungen. Deswegen setzen wir uns seit unserer Gründung für den ökosozialen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft ein.

Die Klimaerhitzung ist eine Tatsache. Ihre Auswirkungen drohen katastrophale Ausmasse anzunehmen. Deswegen gilt es jetzt zu handeln. Der gewerkschaftliche Leitgedanke dabei ist: Eine Wirtschaft, die unsere natürlichen Lebensgrundlagen nicht zerstört, und soziale Gerechtigkeit bedingen sich gegenseitig. Verbinden wir also den Einsatz um die Zukunft unseres Planeten mit demjenigen um die gerechte Verteilung des Wohlstands und ein gutes Leben für alle.

Massnahmen für den ökosozialen Umbau

Wir brauchen:

Starke Umwelt- und Klimaschutzmassnahmen, die aber nicht zu Lasten der Arbeitenden und der sozial Schwachen gehen dürfen. Im Gegenteil: Umweltmassnahmen müssen die Umverteilung von reich zu arm begünstigen. Die Verursacher und Profiteure des Klimanotstandes müssen für die Behebung des angerichteten Schadens bezahlen.

Zukunftsperspektiven in einer nachhaltigen Arbeitswelt: Ökologisch notwendige Vorhaben wie der Umstieg auf erneuerbare Energien und die Sanierung von Gebäuden bergen ein enormes Jobpotential. Die Politik muss allerdings endlich die Weichen so stellen, dass es sich entfalten kann. Wo Arbeitsplätze bedroht sind, braucht es Umschulungen und Weiterbildungsprogramme. Niemand darf arbeitslos oder in prekären Verhältnissen zurückbleiben!

Branchen- und betriebsspezifische Massnahmen zum Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschutz: Kenntnisse und Erfahrungen der Arbeitenden gehören dabei konsequent miteinbezogen.

Ein neues Verhältnis von Leben und Arbeit: Eine verkürzte Arbeitszeit reduziert unseren ökologischen Fussabdruck massiv. Gleichzeitig steigt die Lebensqualität um ein Vielfaches.

Eine ökologisch und sozial verträgliche Raumplanung und Arbeitsorganisation: Wohnen und Arbeiten gehören näher zusammen, um Verkehr und «tote Zeit» zu vermeiden. Wohnen muss dabei für alle qualitativ gut und bezahlbar sein; Verdichtung und genossenschaftliches Bauen sind zu fördern.

Klimakrise verschärft sich während der Pandemie

Wir stecken immer noch mitten in der Corona-Pandemie und damit in einer gravierenden Gesundheits- und Wirtschaftskrise. Die Klimakrise ist seither aus dem Fokus der Aufmerksamkeit gerückt, doch sie ist da und verschärft sich. Für uns ist klar, dass man beim Bewältigen der Corona-Krise auch an den Klimaschutz denken muss. Gerade jetzt braucht es braucht es Investitionen, um die Wirtschaft anzukurbeln und einen Beitrag an den Klimaschutz zu leisten.

21. Mai 2021: Strike for Future

Nachdem er 2020 wegen Covid-19-Pandemie ausfallen musste, ruft der Klimastreik dieses Jahr zum Strike for Future am 21. Mai 2021 auf. Die Unia unterstützt diesen schweizweiten Aktions- und Streiktag. Angesichts des existenziellen Ausmasses der Bedrohung, welche von der Klimaerwärmung ausgeht, muss endlich etwas geschehen: Gehen wir zusammen für Klimagerechtigkeit auf die Strasse!